Abfallprodukt Leder?
Lederneukauf trägt zum wirtschaftlichen Gewinn der Schlachthäuser bei, da die Haut eines Schlachttieres 60 % des Gewinnes ausmachen.
Lässt die Milchproduktion der Kühe nach, sind sie tot mehr wert als lebendig. Aus ihrer Haut wird Leder gemacht, aus den Häuten ihrer Babies teures Kalbsleder. Sog. „Wildleder“ wird auch aus den Häuten von ungeborenen Kälbern hergestellt. Praktisch alle Tiere, die schließlich als Gürtel oder als Schuhe enden, leiden zu ihren Lebzeiten unter der unerträglichen Beengtheit und müssen Kastrationen ohne Betäubung, Brandmarkung, Kupieren der Schwänze und der Hörner, die gefühllose Handhabung während des Transportes und des Schlachtens erdulden.
Hauptargument der Befürworter: Leder ist ein Naturprodukt, außerdem ein Abfallprodukt der Fleischherstellung. Reiner Unsinn! Leder ist das wichtigste Argument für die Fleischproduktion. Einige Schlachthöfe haben sogar ihre eigenen Gerbereien. Jährlich werden weltweit rund 230 Millionen Rinder, 350 Millionen Schafe, 175 Millionen Ziegen und 700 Millionen Schweine für ihr Fleisch und ihre Haut abgeschlachtet.
Wer steckt in meinen Schuhen und Taschen?
Die meisten in Deutschland verkauften Lederprodukte stammen aus den Häuten von Kühen und Kälbern, Pferden Schafen, Lämmern, Ziegen und Schweinen, die alle ag. ihres Fleisches geschlachtete werden. Zunehmend häufiger werden auch aus den Häuten von in Asien getöteten Hunden und Katzen Lederprodukte in Europa hergestellt.
Deutschland ist eines der Hauptimportländer für indisches Leder, wo die wachsende Lederindustrie die vielleicht grausamste der Welt ist!
Da die indischen Tierschutzgesetze für Transport und Schlachtung der Tiere nicht durchgesetzt werden, sind viele Tiere bei der Ankunft im Schlachthof so krank und so erschöpft, dass sie gewaltsam in den Schlachthof gezerrt werden müssen. Den Kühen werden Chilischoten und Tabak in die Augen gerieben und die Schwänze gebrochen, um sie zum Aufstehen zu zwingen. Im Schlachthof werden ihnen die Hälse bei vollem Bewusstsein aufgeschlitzt, die Beine noch bei lebendigem Leibe abgehackt und sie werden noch lebendig gehäutet!
„Als die Tiere verladen wurden, hörte ich das Gurgeln einer Kuh, die an ihrem eigenen Blut zu ersticken drohte. Das Seil war durch ihre Nasenlöcher gestoßen und unsachgemäß befestigt, und durch das ständige zerren an dem Seil der anderen Kühe neben ihr und dadurch, dass das Seil noch während des zwölfstündigen Transports angezogen bleibt, riss es die Nasenlöcher aus und Blut ergoss sich auf den Boden.“
PETA, Indien
„Wenn ich Leder sehe, versetze ich mich in die Lage der Tiere.
Ich kann mich vor Schmerz und Angst schreien hören, kann mitfühlen, wie mir bei lebendigem Leibe die haut abgezogen wird, sehe und rieche das Blut aus meinem Körper schießen und spüre das Leben aus meinem Körper entweichen.
Darum werde ich meinen Körper nie in Leichenteile hüllen!“
Ingrid Newkirk, PETA-Gründerin
Der größte Teil des verkauften Leders stammt von Rindern, Kälbern und Schweinen, doch Leder wird auch aus den Häuten von Pferden, Schafen, Lämmern, Ziegen und Zicklein, die für ihr Fleisch sterben mussten, hergestellt. Tausende von anderen Spezies werden rund um die Erde für ihre Häute gejagt und getötet, z. B. Zebras, Büffel, Rehe, Känguruhs, Tiger, Haie, Wale, Seehunde, Frösche, Krokodile, Schlangen, Maultiere, Esel, Strauße, Aale und Eidechsen. Bis zu einem Drittel „exotischen“ Leders stammt von gefährdeten, illegal gewilderten Tieren.
Beauty without Cruelty berichtete aus Indien, dass streunende Hunde gefangen und mit Stromschlägen hingerichtete werden, um ihre Häute zu Lederprodukten zu verarbeiten, von denen einige vielleicht auch bei uns auftauchen. Sättel und Golftaschen aus Elefantenhaut werden heute noch, z. B. in London, verkauft.
Unsagbare Qual
In vielen Ländern gibt es Zuchtfarmen, die Krokodile und Schlangen ausschließlich zum Zwecke der Ledergewinnung züchten. Die Lebensbedingungen derartiger „Nutztiere“ sind trist, sie werden unter artwidrigen Bedingungen auf engstem Raum gehalten. Sie kommen nur zur Welt, um als Handtasche, Schuh oder Gürtel zu enden.
Reptilien werden, um Geld zu sparen, für gewöhnlich nicht betäubt, wenn sie gehäutet werden, um Schuhe, Handtaschen und Gürtel herzustellen. Kaltblütige Tiere und Reptilien brauchen außerdem wesentlich länger zum sterben als Säugetiere: Stunden, manchmal Tage.
Um Handschuhe aus Ziegenleder zu produzieren, werden junge Karakulziegen lebend gekocht, um das Leder zart zu machen.
Leder: Natur pur?
Das Märchen vom Naturprodukt Leder verpufft schnell bei Kenntnis über die verwendeten Materialien zur Verarbeitung eines Stückes verwesender Haut zu schickem Leder: Säuren, Laugen, Schwermetalle. Tiere in Flüssen und Bächen sterben durch giftige Chemikalien, die von den Gerbereien in die Flüsse geleitet werden. Viele Menschen können Leder nicht auf der Haut tragen, da selbst im fertigen „Produkt“ noch Rückstände der so extremen Gifte vorhanden sind. Das Center for Disease Control fand heraus, dass in der Umgebung einer Gerberei in Kentucky, USA, die Häufigkeit von Leukämiefällen fünfmal höher liegt als im nationale Durchschnitt.
Modisch ohne Leder
Alternativen zu Lederprodukten sind u. a. Baumwolle, Leinen, Kunstseide, Canvas, Nylon, Gummi, Vinyl und andere Kunstfasern, deren Vorteile z. B. ein günstigerer Preis und eine einfachere Reinigung sind. Heute gibt es viele bequeme, gut verarbeitete und modische Alternativen, wie z. B. Satinschuhe oder Sportschuhe aus Synthetik. Gerade im Zeitalter von Goretex und anderen High-Tech-Materialien muss Leder alleine schon aus Zweckgründen entfallen. Diese Materialien sind Leder als Bekleidung um mehr als nur eine Nasenlänge voraus.
Was JEDER von uns tun kann:
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Kaufen Sie kein Leder oder Lederprodukte, egal von welchem Tier! Es ist einfach, günstige Schuhe von guter Qualität und Accessoires zu finden, die äußerst modisch und frei von Tierquälerei sind. Viele Schuhgeschäfte in großen kauf- oder Versandhäusern bieten eine Riesenauswahl an lederfreien Schuhen, Jacken, Taschen und vieles mehr, z. B. aus Baumwolle, Leinen oder synthetischen Stoffen an.