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 Blutige Wolle

 

Lebendig gerupft, gekocht, geschoren: Was Sie über Wolle, Daunen und Seide wissen sollten

Der Hinweis „Reine Schurwolle“ an Kleidungsstücken oder Teppichen wird im allgemeinen mit einem Öko-Siegel für besonders gute Qualität gleichgesetzt. Was dabei wie immer auf der Strecke bleibt, wenn Tiere zum Objekt menschlicher Interessen werden, ist das einzelne Schaf und seine Qualen, das den Raub seines Felles letztlich immer mit dem Tod bezahlt. Australien produziert nahezu 70 % der weltweit vermarkteten Wolle. In großen Industrie-Hallen werden die Schafe im Akkord geschoren. Dabei steht nicht das einzelne Tier im Mittelpunkt, sondern die Schnelligkeit des Arbeiters. Ein guter Schafscherer schafft rund 170 Tiere an einem einzigen Tag. Dabei gehört es zum Alltag, dass den Tieren mit den elektrischen Schermaschinen tiefe blutige Wunden zugefügt, die mit einer Art heißem Teer überstrichen werden. Ihres Haarkleides beraubt, sind die völlig nackten Schafe schutzlos jeder Witterung ausgesetzt. Bis zu 30 % aller Schafe sterben auch weit vor ihrem eigentlichen Schlachtungstag. Millionen Tiere erfrieren oder sterben am Fliegenbefall – jedes Jahr wieder. In Europa haben die Tiere zusätzlich mit der Huffäule zu kämpfen. Wird sie nicht behandelt, was bei großen Schafherden die Regel ist, sterben die erkrankten Tiere jämmerlich.

Fast 80 % aller Schafe aus Australien und Neuseeland werden dann in moslemische Länder exportiert, um noch ein letztes lukratives Geschäft durch das geschundene Schaf als Schächt-Objekt zu machen. Ohne Wasser sind die Tiere oft wochenlang unterwegs und unzählige von ihnen verdursten oder sterben an Hitzeschlag in den überfüllten Transportcontainern. Diejenigen Schafe, die auch diese Tortur überleben, werden dann auch noch ohne Betäubung unter großen Schmerzen und Todesangst geschächtet, um dem Willen Allah`s oder doch um dem Rausch der eigenen Machtausübung gegenüber wehrlosen und gefesselten Tieren zu „erleben“.

Im vergangenen Jahrzehnt wuchs die Schafpopulation für die Wollproduktion auf knapp 180 Millionen Tiere. Dann stürzten die Wollpreise in den Keller und 1990 fand eine der größten Massenvernichtungsaktionen von Tieren statt: auf einen Schlag wurden 22 Millionen Schafe geschlachtet oder erschossen. Die Körper wurden zu Fleisch oder Tierfutter verarbeitet. Aus der Wolle der geschlachteten Tiere wurde Lanolin und Vitamin D 3 gewonnen.


Heiß, heißer, am tödlichsten

Was ist schon heiß; das empfindet sicher jeder unterschiedlich. Aber jeder weiß, dass die menschliche Körpertemperatur 36,5 °C beträgt. Ein kleines Kind wird bei 42 °C gebadet, 50 °C empfinden wir schon als unangenehm heiß. Ernsthafte Verbrennungen gibt es bei 75 °C und Kochwäsche wird bei 95 °C gewaschen. Bei 100 °C weiß jeder, dass man nicht einmal in die Nähe des heißen Dampfes kommen darf, da man sich sonst verbrühen würde. Bei dieser hohen Temperatur werden Seidenraupen zu Tode gefoltert. Die jungen Seidenraupen werden mit zerkleinerten Blättern des Maulbeerbaumes gefüttert: 200 kg Blätter benötigt man um nur 1 kg Seide zu gewinnen. Die kleine sechs, Millimeter große Seidenraupe wächst innerhalb von 27 Tagen zu einer 7,5 Zentimeter langen Raupe heran, die sich dann verpuppt. Innerhalb von ca. zwei Wochen entsteht im Kokon die Seidenmotte, die danach, um in der Natur zu schlüpfen, die Seidenfäden mit einer alkalischen Substanz zerstören würde. Dies ist in den Farmen der Zeitpunkt, die Motten zu schlachten. Bei 100 °C werden sie 20 Minuten lang gebacken und danach im kochenden Wasser ausgekocht. Milliarden Seidenraupen, die genauso über ein Nervensystem verfügen und damit über die Eigenschaft Leiden und Schmerzen zu spüren, sterben Jahr für Jahr für einen absolut überflüssigen Luxus. Seidenraupen sind kleine Wunder der Natur. In nur drei Tagen und Nächten spinnt sie einen 4000 Meter langen Faden. In der Seidenproduktion werden davon allerdings nur 800 Meter verwendet, der Rest wird zu minderwertigem Garn verarbeitet. Weltweit werden jedes Jahr 150 Millionen kg Maulbeerblätter an Seidenraupen verfüttert. Neben der brutalen Tierquälerei ist die Seidenproduktion damit auch ein gigantisches ökologisches Verbrechen.


Federn ausgerissen

Damit der Mensch unter einem Federbett selig träumen kann werden hauptsächlich Gänse brutal gefoltert. Die sog. Weide-Mastgänse werden drei- bis viermal im Jahr von sog. „RauferInnen“, professionellen Rupfkolonnen, gegriffen. Mit Gewalt werden die Flügel gebogen, die Hälse verdreht und die Tiere zwischen den Knien eingezwängt, um auf diese tierquälerische Weise gerupft zu werden. Erst wenn dem Tier bei vollem Bewusstsein sämtliche Federn ausgerissen worden sind, lassen die „RauferInnen“ von den Gänsen ab. Mit blutigen Wunden und schmerzgepeinigt laufen die Tiere völlig geschockt herum. Manchmal werden die Wunden ohne Narkose mit einer unsterilen Nadel und einfachem Faden wieder zusammengeflickt. Oft werden die Tiere mit ihre Verletzungen aber sich selbst überlassen.
Nicht selten werden die Gänse auch maschinell gerupft. Dabei wird der Vogel kopfüber mit der Brust vor die rotierenden Scheiben gehalten, die die Federn aus der Haut reißen. Die ArbeiterInnen tragen gegen den Lärm der Maschinen Ohrenschützer. Die Gänse sind ihm schutzlos ausgeliefert und geraten zusätzlich in Panik. Maschinell können in der gleichen Zeit zwei- bis dreimal so viele Tiere gerupft werden, wie durch die Hände der „RauferInnen“.
Wenn die Tiere dann nach zwei- bis dreimaliger Tortur pro Jahr keine brauchbaren Daunen mehr produzieren, werden die für die Daunenproduktion wertlosen Vögel zum Stopfen in die nächste Tortur weiterverkauft.

Die VerbraucherInnen bekommen von all dieser brutalen Tiermißhandlung für ihr Wohlbefinden nichts mit. Auf den Plastiksäcken der Daunendecken sind nicht selten lachende und glückliche Gänse abgebildet. Mit dieser gigantischen PR-Lüge wird dem Konsumenten die Daune als ein Öko-Produkt verkauft, bei dessen Verwendung man kein schlechtes Gewissen haben muß.
Die Wahrheit ist: Egal ob Bettdecke, Schlafsack oder Winterjacke, den Vögeln werden im Akkord die Federn ohne Betäubung ausgerissen (bei so großen Schmerzen, als ob man einem Menschen all seine Kopfhaare ohne Betäubung ausreißen würde).


Es gibt Alternativen...

Wolle und Seide lassen sich problemlos durch Baumwollprodukte und durch moderne Synthetikfasern ersetzen. Anstatt mit Daunen kann man sein Bett heute mit synthetischen Flocken füllen lassen oder Kapok, die Pflanzendaune, verwenden.

 

 
 

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